Majestätisch ragen sie in den Himmel, ikonisch und fast unwirklich schön: Die Drei Zinnen gehören zu den bekanntesten Naturwundern der Alpen und sind das Herzstück des UNESCO-Welterbes Dolomiten. Ob Wanderer, Fotografen oder Genussreisende – wer dieses Bergparadies erleben möchte, stellt sich früher oder später die Frage: Wie komme ich am einfachsten zu den Drei Zinnen?
Die Antwort lautet für viele: mit dem Auto. Wir zeigen Ihnen, wie Sie stressfrei anreisen, was Sie beachten sollten und welche Alternativen es gibt.
Wo liegen die Drei Zinnen?
Die Drei Zinnen (italienisch Tre Cime di Lavaredo) liegen im Osten Südtirols, nahe der Grenze zur italienischen Provinz Belluno. Der nächstgelegene bekannte Ort ist Cortina d’Ampezzo, ein weiterer Ausgangspunkt ist Toblach (Dobbiaco) im Hochpustertal.
Der Zugang erfolgt über die Drei-Zinnen-Straße, eine mautpflichtige Panoramastraße, die direkt bis zur Auronzohütte auf etwa 2.320 Metern Höhe führt – dem idealen Startpunkt für Wanderungen und Aussichtstouren.

Anreise mit dem Auto: Der einfachste Weg
1. Über Toblach (Südtirol)
Die beliebteste und meistgenutzte Route führt über Toblach:
- Autobahn A22 (Brennerautobahn) bis Brixen oder Bozen
- Weiter über die SS49 (Pustertaler Straße) Richtung Cortina
- In Toblach der Beschilderung Richtung Drei Zinnen / Misurina folgen
- Von Misurina aus beginnt die mautpflichtige Drei-Zinnen-Straße
Diese Route ist gut ausgebaut, landschaftlich reizvoll und besonders für Reisende aus Deutschland oder Österreich ideal.
2. Über Cortina d’Ampezzo
Von Süden kommend erreichen Sie die Drei Zinnen über Cortina:
- Über die A27 bis Belluno
- Weiter nach Cortina d’Ampezzo
- Von dort Richtung Misurina und weiter zur Mautstraße
Diese Strecke punktet mit alpinem Flair, ist aber in der Hochsaison oft stärker frequentiert.
Die Drei-Zinnen-Straße: Das müssen Sie wissen
Die letzten rund 7 Kilometer führen über eine mautpflichtige Bergstraße direkt zur Auronzohütte. Die Straße ist in der Regel von Ende Mai bis Ende Oktober geöffnet – abhängig von der Schneelage. Wegen des starken Besucheraufkommens an den Drei Zinnen wurde im Jahr 2025 ein digitales Reservierungssystem für den Parkplatz eingeführt. Die Auffahrt ist seitdem nur noch mit einer vorherigen Online-Buchung möglich, die über das Portal pass.auronzo.info vorgenommen werden muss.
Wichtige Infos zur Maut (Stand saisonabhängig):
- PKW: ca. 40 €
- Motorräder: günstiger
- Wohnmobile und Wohnwagen: deutlich teurer (circa 60 €)
- Zahlung vor Ort (bar oder Karte)

Parken an der Auronzohütte vor den Drei Zinnen
Am Ende der Straße erreichen Sie den großen Parkplatz an der Auronzohütte, der auf 2320 Metern liegt. Von hier aus können Sie:
- direkt zur berühmten Drei-Zinnen-Hütte auf 2400 m starten (circa 8 Kilometer mit 300 Höhenmetern hin und zurück)
- in wenigen Minuten spektakuläre Aussichtspunkte erreichen
Der Parkplatz ist in der Mautgebühr enthalten, zusätzliche Kosten fallen nicht an.
Beste Reisezeit für Autofahrer
Die ideale Zeit für einen Besuch mit dem Auto ist:
- Juni & September: angenehme Temperaturen, weniger Verkehr
- Juli & August: volle Erreichbarkeit, aber sehr hoher Andrang
- Herbst: traumhafte Farben, aber kürzere Tage und mögliche Straßensperren
Im Winter ist die Mautstraße meist geschlossen – dann sind die Gegend um die Drei Zinnen nur zu Fuß erreichbar (bei viel Schnee sind Ski oder Schneeschuhe erforderlich). Auch ein Winterurlaub in Südtirol bleibt lange in Erinnerung und begeistert mit einzigartigen Erlebnissen.
Alternativen zum Auto (falls Sie flexibel bleiben wollen)
Wer auf das Auto verzichten oder Staus vermeiden möchte, hat Alternativen:
- Shuttlebusse ab Toblach oder Cortina (saisonal)
- Wanderung vom Fischleintal bei Sexten oder vom Dürrensee bei Toblach (sportlich, aber lohnend)
- E-Bike bis zur Auronzohütte (anspruchsvoll, aber beliebt)
Gerade in der Hochsaison werden diese Optionen zunehmend empfohlen, um die sensible Natur zu schützen.

Fazit: Komfortabel, flexibel und beeindruckend
Die Anreise zu den Drei Zinnen mit dem Auto ist die bequemste und direkteste Möglichkeit, dieses alpine Naturjuwel zu erleben. Dank guter Beschilderung, ausgebauter Straßen und der direkten Zufahrt bis ins Hochgebirge eignet sich diese Variante auch für weniger geübte Bergreisende. Wer früh startet, Stoßzeiten meidet und die Natur respektiert, wird mit einem unvergesslichen Panorama belohnt – einem der eindrucksvollsten in ganz Europa.
Tipp zum Schluss: Planen Sie genug Zeit ein. Die Drei Zinnen sind kein Ort für Eile, sondern für Staunen, Innehalten und echtes Bergglück.




